Der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion
der CDU, MdL Paul Nemeth sprach am 6.11.2012
in Maichingen zur Energiewende und fragte
"New Green Deal oder Blackout ?"

 

 

Stadtwerke von fundamentaler Bedeutung

Die Energiewende wird alle Parteien auf allen politischen Ebenen für die nächsten 10-20 Jahre beschäftigen, so Paul Nemeth. Dabei komme den Stadtwerken als "Mittelstand der Energiewende" eine fundamentale Bedeutung zu. Die Stadtwerke Sindelfingen nehmen derzeit einen Platz unter den Top 5 in Baden-Württemberg ein und sind somit ein wichtiger Partner für die Energiewende.

Ausbau der Netze und Speichermöglichkeiten

Eine Steigerung der Stromproduktion mit erneuerbaren Energien reiche alleine nicht aus, so Paul Nemeth. Ganz entscheidend ist vielmehr der Ausbau der Netze und die Entwicklung von Speichermöglichkeiten. Die Netze müssen intelligent werden, so sind intelligente Stromzähler für Gewerbe und Haushalte zwingend für die Steigerung der Effizienz der Energie. Durch die Schwankung der Ausbeute von erneuerbaren Energien ist deren Speichermöglichkeit von entscheidender Bedeutung. Die Versorgungssicherheit muss gewährleistet sein.

Energiewende muss bezahlbar bleiben

Die Energiewende muss für alle bezahlbar bleiben ist die Forderung der CDU Fraktion, sowohl für den Mittelstand als auch für den Bürger.. Mehr Wettbewerb und Marktwirtschaft, Produktivität und Effizienz der Energie sind für die Bezahlbarkeit von Strom die wichtigsten Voraussetzungen, mahnt Paul Nemeth an. Das EEG sei erst dann ein Erfolg, wenn die erneuerbaren Energien wettbewerbsfähig seien.

Effizienz der Energie

Die Verbesserung der Energieeffizienz ist ein entscheidender Baustein für die Energiewende. Als Beispiele, wie Energie schon heute effizient genutzt wird, nannte Paul Nemeth die Nutzung von Abwärme durch die Druckerei Körner und die Stadtwerke. Hierzu gehört aber auch das konsequente Einsparen von Energie.

Windräder in Böblingen

Auch wenn der maßvolle Ausbau der Windenergie zu den Zielen der CDU Fraktion zähle, sei er im Hinblick auf den Einsatz von Windrädern im Kreis BB skeptisch, sagte Paul Nemeth. Hierfür sei in jedem Fall die gesellschaftliche Akzeptanz erforderlich. Grundsätzlich sei die CDU aber als technikfreundliche und technikoffene Partei für die Nutzung der Windkraft, die wesentlich produktiver als Photovoltaik sei.

Gesellschaftlicher Konsens und soziale Marktwirtschaft

Die Energiewende, so Paul Nemeth, ist nur durch einen gesellschaftlichen Konsens zu erreichen, Ideologie und Kirchturmpolitik sind fehl am Platz. Auch bei der Energiewende müssen die Regeln der sozialen Marktwirtschaft gelten. Beachtet die Politik dies, so kann die Energiewende für das Technologieland Baden-Württemberg eine große Chance sein.